April 2013


Unsere diesjährige Tour - und gleichzeitig die erste mit den beiden ungarischen Hunden - steht unmittelbar bevor. Dies ist der Hauptgrund, warum das Training die letzten Wochen etwas stagnierte. Es sind jedes Mal so unglaublich viele Vorbereitungen zu treffen - von der Ausrüstung, über die Pressearbeit bis hin zur Aktualisierung der Internetpräsenzen ist so viel zu erledigen, dass man das Gefühl hat, die „To-Do-Liste“ wird eher länger als kürzer.

So muss der Trainingsplan der beiden Hunde etwas gestrafft werden, was nötig, aber auch schade ist. Wir hatten vor der Tour noch so viel vor. Besonders was das „Bei Fuß“ Gehen und die „Abrufbarkeit“ anbelangt, hätten wir gern mehr geschafft.


Ein schöner Gedanke ist aber, dass wir nun 5 Wochen vor uns haben, die ganz reduziert auf unser kleines Rudel sind. Alle wichtigen Punkte sind abgehakt, was nicht erledigt wurde, muss warten, bis wir wieder daheim sind. Wir sind kaum zu erreichen, die Post geht uns nichts mehr an, wir haben fast zwei Monate mit Lou und Bogár und damit mehr als genug Zeit, das in den letzten Wochen versäumte nachzuholen. 


Was natürlich nicht heißt, dass mit den beiden gar nichts gemacht wurde. Das tägliche Miteinander unterliegt immer den üblichen Spielregeln und ist damit so manches mal mehr als genug Training. Während eines Spaziergangs sollte immer mal „bei Fuß“ gegangen werden. Bevor die Leinen abgemacht, Türen geöffnet oder Straßen überquert werden, ist das „Sitz“ Pflicht - auch wenn wir so manches Mal in den Gesichtern der beiden eine leichte Verzweiflung abzulesen glauben - nach dem Motto: „Ist ja gut, wir wissen doch beide, dass wir gleich weiter müssen, warum sparen wir uns das nicht?“


Viele Hundehalter sind gern etwas „antiautoritärer“, glauben, so etwas könne man sich schenken. Warum soll Lobonc und zwischendurch immer mal wieder in die Augen sehen, warum rufen wir ihn mitten im schönsten Rumgetolle zu uns, um ihn danach gleich wieder frei laufen zu lassen. Die Antwort ist leicht: Die wichtigste Grundvoraussetzung für die gemeinsame Arbeit zwischen Hund und Mensch ist die gemeinsame Beziehung. Der Hund sollte sich sehr auf seinen Menschen einlassen, soll ihm gern Aufmerksamkeit schenken, sollte sich abrufen lassen - sich Konzentrieren können. Ein Hund der nicht gelernt hat, sich zu konzentrieren und dem sein Mensch nicht so wichtig ist wie irgendwo rumzuschnüffeln, der den Ruf gern mal „überhört“, wird nicht gut mitarbeiten und folglich keine verlässliche Leistung bringen. Nur wenn der Hund dies gern macht, kann das Training überhaupt erst beginnen. An dieser Grundvoraussetzung haben wir dann doch wohl gar nicht schlecht gearbeitet, denn die beiden sind mittlerweile sehr gut abrufbar. Für die kleine Bogi gibt es nichts schöneres als voll Freude auf Frauchens Ruf hin abgelaufen zu kommen das man glaubt, sie fliege sie durch die Luft.

Diese Freiheit und Mitarbeit ermöglicht es beiden auch, bei uns an der Elbe ohne Leine zu laufen - wir sind da sehr vorsichtig und warteten bis vor kurzem mit solchen Freiläufen. Hinter dem Deich ist gleich die Straße und die Menschen gehen zu schnell viele Risiken ein - ein Hund behält (hoffentlich) immer seinen eigenen Kopf und warum sollte man vermeidbare Risiken eingehen? 


Lou und Bogár entwickeln sich indes weiter gut, wobei Bogár große Fortschritte gemacht hat. Wir haben sie mittlerweile von ihren anfänglichen 2,4 kg Gewicht auf 4,2 kg gebracht. Sie strotzt vor Kraft und das äußert sich in einem soliden Jagd- und Wachtrieb. Sie ist die erste die anschlägt und läuft stets erst eine Runde um das Grundstück Cathrins Eltern, um alles zu begutachten. Sie knurrt bei seltsamen Geräuschen und stöbert jeder Fährte konzentriert hinterher. Sie steht klar unter Lou, aber teilweise haben wir den Eindruck, dass dies nicht immer so bleiben wird - sie ist noch jung und hat einen sehr wachen, klugen Kopf. Nun besteht auch kein Zweifel mehr an ihrer Affenpinscherabstammung, Fell und Verhalten sind ganz eindeutig.

Lobonc ist nach wie vor ein guter Aufpasser der sich aber anscheinend nun langsam richtig eingelebt und „seine Familie gefunden hat“. Er ist ein regelrechter „Kuschelbär“ geworden und scheint auch sensibler zu werden. Vielleicht kann er sich endlich fallen lassen. Dies sorgt aber auch für kleinere Schwierigkeiten. Bogár läuft ihm immer öfter den „Rang“ ab und er traut sich manchmal zu wenig zu, möchte scheinbar oft gar nicht auf- oder zur Last fallen. Bogár drängt sich hingegen durch ihren fröhlichen, lustigen Charakter schnell in den Vordergrund. Hier muss man als Mensch gut aufpassen, das Gleichgewicht zu wahren.


Insofern waren auch die letzten Wochen wichtig, weil wir die Grundkonzentration durch „Nebenbeiübungen“ und kleine Aufmerksamkeitsspiele weiter trainierten und die jeweiligen Charaktere der beiden besser kennenlernten.  


 

Diesen Samstag nun geht es los, die erste „Outdoor/Abenteuer-Erfahrung“ der beiden (in ihrer Vergangenheit haben sie wahrscheinlich weitaus mehr „Survival“ kennengelernt als wir bis dato. Eine 5 wöchige Wanderung um Schleswig-Holstein startet um genau 12 Uhr Mittags am Flensburger Hafen. Wir freuen uns auf viele ruhige, besinnliche Zeiten, die ganz und gar den Hunden gewidmet sind. Es werden sicherlich viele Fotos und Videos entstehen und wir freuen uns, als noch besser eingespieltes Team nach Hause zurück zu kehren.

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Kommentare: 3
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