Oktober 2013

Ein weiterer Fall für „offene Augen“: In unserem „Kundenstamm“ haben wir eine Terrier-Hündin, die ich mehrmals mal die Woche zum Spazierengehen abhole. Lou und Bogi kennen die Kleine von Anfang an, wir gehen seit Monaten immer wieder zu unserem liebsten Auslaufgebiet, einem 5 Hektar großen, eingezäunten Gelände hier in Hamburg und dort laufen sie inzwischen recht eingeschworen zusammen im Rudel. Nun standen zwei Übernachtungsbesuche dieser Terrierhündin an. Aus Sicherheitsgründen, da diese oft sehr dominant und auch schon einmal unberechenbar maßregelnd war - bei Fehlverhalten des Hundegegenübers teils berechtigt, teils aber für immerhin mein Auge nicht offen ersichtlich - haben wir Bogi und Lou für die zwei mal zwei Tage zu meinen Eltern gegeben. Es ist natürlich immer interessant, das Zusammenspiel verschiedener Hunde-Wesen zu beobachten und zu schauen, wer wie instinktsicher handelt. Aber einen 4Kilo-Hund sollte man nicht als Studienobjekt zusammen mit einem eventuell beißenden oder zumindest schnappenden Hund verwenden.


 

Gerade bei der Vorgeschichte - als kleine Straßenhündin hat Bogár offensichtlich nicht nur gelernt, gesunde Sozialkontakte zu pflegen, sondern auch, sich gegen fremde und wenig instinktsichere oder anders aggressive Hunde durchzusetzen bzw. sie auf Abstand zu halten. In dieses Muster verfällt sie auf dem Hundeplatz leider häufiger, wenn ein freundlich wedelnd interessierter Hund auf sie zutrottet. Meist sind die freundlichen Vierbeiner dann irritiert und ziehen weiter, aber es gibt auch Hunde, die sich ein solches Verhalten nicht bieten lassen und sie anknurren oder jagen. Das passiert zum Glück sehr selten, aber ich möchte es nicht darauf ankommen lassen, weil hier in unserer Wohnung, also in Bogárs Revier, Missverständnisse und Ärger vorprogrammiert wären.

 

...auch eine Form von Mißverständnis....kleiner Hund - großes Bett, großer Hund - kleines Bett.

 

So muss man immer wieder abwägen zwischen „Die Hunde regeln das schon“ und „Ich greife hier ein, weil es gerade Sinn macht“! Ein kontroverses Thema auf dem Hundeplatz, den ich so gern besuche. So ist dort ein sehr lautstark "argumentierender" junger Mann, der gern sehr gern vehement seine Meinung kundtut, brüllte mir entgegen, daß er sich fürchterlich über die Menschen aufrege, die sagen, die Hunde klärten das schon selbst. Als ich in seine Tirade, hineinzugrätschen versuchte, teilte ich ihm mit, dass das teilweise ja auch stimme, aber es eben immer wieder Fälle gebe, bei denen das leider nicht hinhaut. Einfach, weil zum Beispiel einer der Hunde es nie gelernt hat, mit Artgenossen umzugehen, also schlecht sozialisiert ist und so das ganze natürliche Machtgefüge unter verschiedenrangigen Hunden ins Wanken bringt und so zwar folgerichtige aber eigentlich unnötige Reaktionen wie Reglementierungen hervorruft. So kann ein kurzer, aber heftiger Teufelskreis entstehen, der leider auch Blessuren oder schlimmeres mit sich bringen kann.


Bogi unterwarf sich vor ein paar Tagen einem mittelgroßen Rüden, aber nicht, ohne ihm durch extrem ausgeprägtes Zähnefletschen zu zeigen, dass sie dies nur der Form halber mache - aber nicht gern. Dieser begnügte sich damit. Klappt doch...

 

Gasthund Lucy, in unserer Rangordnung ganz unten, fühlte sich im kleinen Bett anscheinend angemessen aufgehoben

 

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